RedDot/Typo3

RedDot/Typo3

Logo von RedDot und Typo3

Die Frage, welches Redaktionssystem für ein konkretes Projekt sinnvoll einzusetzen ist, erfordert eine gründliche Bedarfsanalyse. Mit den richtigen Werkzeugen kann die xima media heute für unterschiedlichste Projektgrößen und für unterschiedlichste fachlich/technische Anforderungen eine passende Redaktionsumgebung erstellen. In den vergangenen Jahren hat die xima media hier vor allem auf die Systeme RedDot CMS und Typo3 gesetzt.

Grundsätzlich sind beide Redaktionssysteme RedDot und Typo3 in der Lage, komplexe Websites zu managen. Ein Einsatz von RedDot ist meist dann sinnvoll, wenn eine bestimmte Projektgröße überschritten wird, Sicherheitsaspekte und Redaktionsworkflows eine große Rolle spielen oder Funktionserweiterungen im Intra- oder Internet absehbar sind. Der Unterschied beider Systeme ist grundsätzlicher Natur:

Während Typo3 eine datenbankbasierte Ein-Server-Lösung ist, die den Inhalt der Seiten erst im Zeitpunkt der Anforderung durch den Kunden zusammensetzt, ist RedDot immer ein System mit zwei physischen Servern. Einer ist zuständig für die Redaktion und einer für die Auslieferung statischer Web-Seiten, statischen HTMLs. Es liegt auf der Hand, dass nur die letztere sogenannte Staging-Lösung in letzter Konsequenz das Potential für ein auf Wachstum angelegtes Internet-Portal hat, das auch den hohen gesetzlichen Dokumentations- und Nachweispflichten gerecht wird.

Dennoch: Nicht überall kommt es auf hohe Performance an und längst nicht jede Website wird sich zum Business-Portal entwickeln. Betrachtet man die Bedienbarkeit beider Systeme, bleibt zu konstatieren, dass die Bedienbarkeit fast ausschließlich eine Frage der Qualität der Projektentwicklung ist. Mit beiden Systemen lässt sich eine leicht und intuitiv bedienbare Redaktionsumgebung erstellen.

Vorteile von Typo3:

  • direkter Kostenvorteil durch frei verfügbare Lizenz
  • Kostensicherheit in der Zukunft (keine Preissteigerungen, kostenlose Updates/Upgrades)
  • von allen frei zugänglichen CM-Lösungen ist Typo3 die meistverbreiteste und diejenige mit der größten Entwickler-Community bietet also die größte Investitionssicherheit

Nachteile Typo3 (im Vergleich mit RedDot):

  • dynamische Seitenauslieferung - d.h. um bei einer hohen Anzahl an Zugriffen eine mit statischen HTML-Seiten vergleichbare Performance zu erreichen, ist ein erheblich höherer technischer Aufwand notwendig, gleiches gilt für Hochverfügbarkeitslösungen
  • keine physische Trennung von Redaktions- und Webserver und damit grundsätzlich keine »Staging«-Architektur
  • kein Hersteller-Support, keine Hersteller-Hotline (Ticket-System), keinerlei Bugfixing-Garantien
  • Typo3 vermittelt durch umfangreiche Extension-Listen den Eindruck, viele Lösungen »on Board« zu haben. Oft wird dabei übersehen, dass sehr viele Extensions nicht getestet und unausgereift sind (Beta-Versionen) und sämtliche Extensions an das Layout und die konkreten Bedingungen beim Kunden angepasst werden müssen. Häufig entsteht dabei mehr Aufwand, als wenn von vornherein die »Extension« individuell programmiert wird. Grundsätzliches Problem einer Typo3 Lösung ist der geringe Standardisierungsgrad im Rahmen der Programmierung und die oft schlechte Qualität. Dies ist auch nicht verwunderlich, da die publizierten Module von den Typo3-Nutzern für (ihre) konkrete Fälle entwickelt wurden und nur wegen der Lizenzregeln der GNU veröffentlicht werden. Was jedoch im konkreten Projekt funktioniert, klappt deshalb noch lange nicht woanders! Typo3-Projekte sind dadurch oft stark mit individuellem Quellcode durchsetzt und spätere Änderungen/Erweiterungen sind entsprechend aufwendig. Das ist schön für den Dienstleister aber schlecht für den Kunden
  • Seit Version 4.0 ist es mit einer Typo3-Extension möglich, statische Web-Seiten aus dem Projekt zu erzeugen. Dabei können jedoch echte dynamische Inhalte nicht anders behandelt werden. Für sehr viele Web-Seiten eignet sich diese Lösung demnach nicht.

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