Beratung | 04.09.2017

Warum gute Usability wichtig ist

Autor: Andy Hendrik Meyer
Tags: usability

Usability spielt überall dort eine Rolle, wo Benutzer mit technischen Systemen über eine Benutzeroberfläche interagieren und hat sich als Begriff mittlerweile auch im deutschen Sprachraum etabliert. Entsprechend der ISO-Norm 9241-11 beschreibt Usability (auch: Gebrauchstauglichkeit oder Benutzerfreundlichkeit) „das Ausmaß, in dem ein Produkt durch bestimmte Benutzer in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen“.

Was macht eine gute Usability aus?

Wenn Benutzer also mit einem Produkt genau die Aufgaben erledigen können, wofür das Produkt auch gedacht ist, spricht man von einer guten Usability. Auch im Webbereich spielt die Benutzerfreundlichkeit eine wichtige Rolle. Eine gute Web-Usability bedeutet, dass eine Website den Benutzern eine effektive und intuitive Nutzung ermöglicht und die gewünschten Inhalte effizient auffindbar sind.

Auf Webseiten wird meist eine große Menge an Informationen dargestellt, weshalb eine übersichtliche und verständliche Strukturierung der Inhalte maßgebend ist. Findet sich der Besucher auf der Website nicht zurecht, wird er vermutlich nach kurzer Zeit wieder abspringen. Usability stellt somit ein Qualitätskriterium dar und ist ein entscheidender Faktor der Nutzerzufriedenheit und wesentlich für den Erfolg eines Projektes. Benutzerfreundliche Lösungen senken zudem weitere finanzielle und zeitliche Aufwände wie beispielsweise für Schulungen oder Support-Leistungen.

Auf diese Aspekte sollte deshalb im Projekt ein besonderer Fokus gelegt werden:

  • Zielgruppe kennen: Analyse von Benutzern und Kontext
  • Lösungsvorschläge modellieren: Entwürfe erstellen und Feedback einholen
  • Gestaltung der Inhalte: Strukturierter Aufbau und intuitive Bedienung
  • Resultate evaluieren: Tests mit Benutzern durchführen
  • Iterative Vorgehensweise: Konzept schrittweise optimieren

Testen, testen, testen

Egal ob es sich um ein kleines oder sehr komplexes Projekt handelt, entscheidend ist, dass Ergebnisse möglichst schon in den frühen Phasen der Entwicklung getestet werden. Im Bereich Usability steht eine Vielzahl möglicher Methoden für verschiedene Phasen des Entwicklungsprozesses zur Verfügung:

  • Analyse: Feldbeobachtung, Marktforschung, Interview, Fragebogen, Fokusgruppe, Web-Analytics, Personas, Use Cases, Sequenzmodell
  • Konzeption: Szenarien, Storyboards, Wireframes, Paper Prototyping, Rapid Prototyping, Cognitive Walkthrough
  • Umsetzung: Usability Test im Labor, Eye Tracking, Feldtest, Remote Usability Test
  • Veröffentlichung: Heuristische Evaluation, Styleguide, Web-Analytics

Durch den frühen Einsatz von Usability-Tests im Projekt können rechtzeitig Probleme identifiziert und somit Zusatzkosten durch nachträgliche Änderungen am Endprodukt verhindert werden. Bevor man eine Usability-Methode auswählt, sollten die Ziele und die zur Verfügung stehenden Ressourcen festgelegt werden:

Was genau soll herausgefunden werden?

Wie viel Zeit und Aufwand kann investiert werden?

Das kontinuierliche Einbeziehen des Benutzers in den Entwicklungsprozess hilft dabei, deren Bedürfnisse, Wünsche und Ziele zu verstehen und durch ausführliches Testen eine gute Usability zu erreichen. Eine bedeutende Rolle spielt im Hinblick auf die Usability auch die Barrierefreiheit, um auch Nutzern mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen einen einfachen Zugang zu gewähren. Dabei stehen für die Prüfung von Barrierefreiheit informationsorientierter Webangebote verschiedene Werkzeuge und Prüfverfahren zur Verfügung (http://www.bitvtest.de/). 

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